Mehr Schwerverletzte durch Betonwände?
Zuerst eine gute Nachricht: Die aktuelle Bilanz der Autobahn zwischen Offenburg und Baden-Baden zeigt, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten und Toten gesunken ist. Seit einem halben Jahr ist die sechsspurige Ausbaustrecke der A5 in Betrieb und im Vergleich zu den letzten Jahren ist die Anzahl der Unfälle im ersten Jahr der Fertigstellung um ein Drittel zurückgegangen.
Nun die schlechte Nachricht: Die Zahl der Schwerverletzten ist angestiegen und der Grad der Verletzungen bei einem Unfall deutlich schwerer. Das liegt laut Verkehrspolizei Baden-Baden auch an der Fahrbahnbegrenzung aus Beton.
Aufprallwucht und Aquaplaning
Kommt es zu einer Kollision, nimmt das harte Material weniger Aufprallenergie des Fahrzeuges auf. Claudia Weck von der Verkehrspolizei Baden-Baden, Polizeipräsidium Offenburg, macht es deutlich: „Die Kollision wird für die Insassen härter. Aufprallende Fahrzeuge werden direkt auf die Fahrbahn zurückkatapultiert.“
Hinzu komme bei Unfällen mit Schwerlastfahrzeugen eine massive Beschädigung der Betonwand, bei der Bruchstücke auf die Gegenfahrbahn geschleudert werden. Dies kann zu weiteren Unfällen führen.
Außerdem wird bei starken Regenfällen die Sicherheit auf der Autobahn gefährdet. Seit Mitte Januar gilt deswegen nördlich der Auffahrt Appenweier bis zur Raststätte Renchtal Tempo 80. Hier sammelt sich bei starkem Regen das Wasser an den Betonwänden – es droht Aquaplaning.
Mehr Sicherheit durch Stahl
Als Alternative können Super-Rail Stahlschutzplanken Abhilfe leisten: Weil Stahlsysteme nachgeben, nehmen sie bei einer Kollision Aufprallenergie auf und reduzieren so die Unfallschwere für die Fahrzeuginsassen. Und wenn das Wetter in starke Regenfälle umschlägt, kann das Wasser bei Stahlschutzplanken einfach an den Seiten ablaufen, statt sich zu stauen. Zudem bietet die Super-Rail Leitplanke ausreichende Durchbruchsicherheit, denn sie hält selbst tonnenschwere LKW auf.
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