Marode Betonwände: ersetzen statt sanieren
Bröckelnde Betonwände werden aktuell auch in der AUTO BILD zum Aufreger. Für Unverständnis sorgt, warum es so lange dauert, eine Lösung für das bundesweite Problem zu finden. Der erschreckende Hintergrund: Immer häufiger bilden sich gefährliche Risse an den Wänden aus Ortbeton – allein in NRW sind mehr als 10 Prozent der verbauten 900 Kilometer betroffen. Ein enormes Sicherheitsrisiko, dem bis jetzt nur durch verkehrsbehindernde Tempolimits und Überholverbote begegnet wird.
Zeit zu handeln
An vielen Stellen auf deutschen Autobahnen haben solche Wände aus Ortbeton zuletzt die sicheren Leitplanken aus Stahl verdrängt. 25 Jahre sollten sie ohne Wartung auskommen – zu vermeintlich günstigen Anschaffungskosten. Die Realität zeigt: Diese Rechnung geht nicht auf.
NRW-Verkehrsminister Michael Groschek stellt deshalb in der AUTO BILD klar: „Solange keine bundeseinheitliche Lösung gefunden ist, werden in NRW keine Betonschutzwände mehr in Ortbeton hergestellt.“ Druck macht auch die Gewerkschaft der Polizei, die außerdem auf ein weiteres Problem aufmerksam macht: Aquaplaning. Dadurch, dass Betonschutzwände häufig in die Fahrbahn eingelassen sind, sammelt sich davor bei starkem Regen das Wasser. Verstopfte Gullis verschärfen die Gefahr oft zusätzlich.
Stahlschutzplanken: Sicher und wirtschaftlich
Sowohl unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten stellt sich die Frage: Macht es Sinn, die maroden Betonwände aufwändig zu sanieren? Ausgesprochen vorsichtig geschätzt, würde das pro laufenden Meter rund 50 Euro kosten. Im Vergleich: Der Abbau der Betonwände und ihr Ersatz durch sichere Leitplanken aus Stahl (z.B. Super-Rail Eco 1A) liegen mit Kosten von etwa 60 Euro pro Meter nur unwesentlich über der bisher angedachten „Sanierungs-“ Lösung.
Für wenige Euro mehr könnte durch das System SUPERRAIL, im Vergleich zu erdhinterfüllten Beton, der Aspekt „Durchbruchsicherheit“ wesentlich gesteigert werden. Beides Alternativen, die sich nicht nur aufgrund ihrer offensichtlich längeren Lebensdauer wirtschaftlich auszahlen, sondern vor allem für eines sorgen: deutlich mehr Sicherheit auf unseren Autobahnen.
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